Lernende sind glücklich mit technischer Grundbildung im Autogewerbe

14. Januar 2019 agvs-upsa.ch – Nach der Ausbildung ist vor der Weiterbildung: Rund 40 Prozent der Lehrabgänger streben nach ihrem Abschluss eine Zusatzausbildung oder eine Weiterbildung an. Dies geht aus der Lehrabgängerumfrage 2018 hervor. 

abi. Knapp 1300 Lehrabgänger – darunter 69 Lehrabgängerinnen – aus den Berufen Automobil-Mechatroniker/in, Automobil-Fachmann/-frau und Automobil-Assistent/-in nahmen an der Umfrage des AGVS teil. Die Automobil-Fachmänner und -frauen stellten dabei mit rund der Hälfte der Teilnehmenden die grösste Fraktion dar. 

80 Prozent empfehlen Ausbildung weiter
Die positive Nachricht für die Ausbildner gleich vorneweg: Über 80 Prozent der Teilnehmenden sind froh, sich für ihre Ausbildung entschieden zu haben, und würde sie weiterempfehlen. Das zeigt sich auch in der beruflichen Zukunft. Lediglich 18,5 Prozent wollen in eine andere Branche wechseln. Im Vorjahr waren es noch 19,1 Prozent. Hauptgrund für die Neuorientierung: Der finanzielle Anreiz sei zu gering (65,5 Prozent). Für einen Drittel entspricht die Arbeit zudem nicht mehr ihren Vorstellungen und 25 Prozent bemängeln die zu grosse körperliche Belastung. 

Für knapp 40 Prozent geht es nach er Ausbildung hingegen gleich weiter. Sie streben eine Weiter- oder Zusatzausbildung an. Für Manuela Jost vom AGVS ist daher klar: «Die Automobilbranche bleibt weiterhin attraktiv. Autoberufe haben Zukunft.» Ein Drittel der Teilnehmenden kann im Lehrbetrieb bleiben, 21,3 Prozent suchen eine neue Stelle.

Auf der Suche nach der passenden Ausbildung werden junge Menschen oft mit Berufswerbung konfrontiert. Am ehesten beachten sie diese Werbung im Internet, in den sozialen Medien oder an Berufsmessen. Die AGVS-Website autoberufe.ch sowie die autoberufe-Accounts auf Facebook, Instagram und Co. treffen den Nerv der Zeit.

Die Gründe, weshalb diese Generation eine Grundbildung in einem technischen Beruf im Autogewerbe gewählt hat, deckt sich mit  jenen der vorangegangenen Generationen: Die Faszination für das Automobil, gefolgt von der Vielseitigkeit des Berufs und der Breite der technischen Ausbildung (siehe Grafik). 



Schnupperlehre ist für Betriebswahl entscheidend 
Die Schnupperlehre beeinflusst die Wahl des Lehrbetriebs massgeblich, wie aus der Umfrage hervorgeht. Die jungen Menschen legen Wert auf ein angenehmes Betriebsklima – und auf einen ersten persönlichen Eindruck. Gleichzeitig profitieren die Betriebe, indem sie Eindrücke über das handwerkliche Talent, die Arbeitseinstellung und das soziale Verhalten erhalten.
 
Für die Betriebe kann eine gut geplante Schnupperlehre daher ein grosser Gewinn sein. Der AGVS unterstützt die Garagisten dabei und bietet ein kostenloses Schnuppertagebuch für die technischen Grundbildungen in allen drei Landessprachen, einen Leitfaden Schnupperpraktikum sowie praktische Übungen für die Schnuppernden an. Die Unterlagen können von autoberufe.ch heruntergeladen werden. Weitere wichtige Beeinflusser sind die Eltern, Freunde und andere Familienmitglieder.

Neben dem Betriebsklima sind den Jugendlichen die Arbeitssicherheit, die Nähe zum Wohnort und der Ruf des Betriebs wichtig. 

Alle Resultate der Umfrage online einsehen
Sämtliche Resultate der Umfrage gibt es hier.
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