«Einen Fehler gefunden zu haben, macht stolz»

Video über Automobildiagnostiker

«Einen Fehler gefunden zu haben, macht stolz»

1. März agvs-upsa.ch – Fehler suchen, Störungen beheben und anspruchsvolle Reparaturen ausführen: Das ist die faszinierende Welt von Alexander Zaugg. Für ihn machen die hohen Anforderungen ein Teil der Faszination aus, die an ihn als Automobildiagnostiker gestellt werden. 



kro. Das Auto und seine Technik – eine faszinierende Kombination. Erst recht, wenn man sie profund versteht. Bei einem Automobildiagnostiker mit eidgenössischem Fachausweis ist das mit Sicherheit der Fall. Alexander Zaugg, 30, bildet da keine Ausnahme. Um die Technik zu verstehen, hat er die Weiterbildung absolviert. «Ich wollte schlicht und einfach mehr Wissen aufbauen, um unter anderem anspruchsvolle Diagnosen durchführen zu können», sagt er, «auch, um unseren Lernenden mehr Wissen vermitteln zu können». Alexander Zaugg, stellvertretender Werkstattchef, ist bei der Belwag AG Bern auch für die Ausbildung der Lernenden verantwortlich. 

«Einen Fehler zu suchen, bis Du ihn gefunden hast»: Das antwortet Alexander Zaugg auf die Frage, was ihn am Profil des Automobildiagnostikers am meisten reizt. «Und wenn Du ihn dann gefunden hast, macht dich das stolz», sagt er und grinst über das ganze Gesicht. Stolz auch deshalb, weil es immer wieder Fälle gibt, an denen ein Fehler provoziert werden muss, um die Quelle zu finden. Und das kann manchmal ganz schön tricky sein. «Da braucht es dann halt auch eine Portion Hartnäckigkeit», sagt er. Zudem logisches Denken sowie die Fähigkeit, theoretisches Wissen aus den Fächern Mechanik, Elektrotechnik, Informatik, Physik und Chemie in die Praxis umsetzen zu können. 

«Automobildiagnostiker», sagt Alexander Zaugg, «ist ein sehr anspruchsvoller Beruf». Aber genau das mache auch einen Teil der Faszination des Berufs aus. Er jedenfalls hat noch keine Minute bereut, die Mühe einer beruflichen Weiterbildung auf sich zu nehmen – «es hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt», sagt er überzeugt. Er habe jetzt einen erweiterten Aufgabenbereich, seine Arbeit sei viel abwechslungsreicher und sein berufliches Netzwerk konnte er auch noch ausbauen. 

Deshalb glaubt Alexander Zaugg auch nicht, dass er seine persönliche Weiterbildung beendet hat, auch wenn er nach dem Automobil-Mechatroniker und dem Automobildiagnostiker bereits zwei grosse Wegstrecken zurückgelegt hat. Man spürt seinen Willen, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, sowohl schulisch wie auch hinsichtlich betrieblicher, praktischer Ausbildung, um weiter Berufserfahrung zu sammeln. Er sagt: Wer stehen bleibt, fällt zurück. Aber in welche Richtung es ihn zieht, weiss er aktuell noch nicht – ob eher in Richtung Werkstatt-Koordinator, wo mehr die Organisation und der direkte Kundenkontakt im Vordergrund steht, oder ob eher in Richtung Betriebswirt und damit in Richtung Management. Was er aber mit Sicherheit weiss: Er wird in der Branche bleiben. Die Faszination Auto hat ihn schon früh gepackt und nie mehr losgelassen. 
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