Das erwartet die Automobil-Assistenten an der Schlussprüfung

30. März 2020 autoberufe.ch – Nach der neuen Bildungsverordnung (BiVo) werden die ersten Automobil-Assistenten im Mai/Juni 2020 die erste Schlussprüfung absolvieren. Rund 350 Jugendliche haben in den letzten zwei Jahren ihre Ausbildung durchlaufen und sind jetzt mit den letzten Vorbereitungen für die Schlussprüfung beschäftigt. 



as. Mit der Einführung der neuen BiVo wurde auch die Schlussprüfung beim Automobil-Assistenten angepasst: Sie wurde ebenfalls handlungskompetenzorientiert aufgebaut. Zudem werden die Lernenden neu ihre Ausbildungsunterlagen – das elektronische Lehrmittel von der Berufsfachschule und das elektronische Praxishandbuch von den überbetrieblichen Kursen – offline oder in Papierform an den Prüfungen benutzen dürfen.

Die Qualifikationsbereiche werden im Qualifikationsverfahren noch immer gleich bezeichnet: «Praktische Arbeiten» (PA), «Berufskenntnisse» (BK), «Allgemeinbildung» und «Erfahrungsnote». 

Die «Praktischen Arbeiten» werden doppelt gewichtet und die restlichen einfach. Es wird weiterhin sieben praktische Posten bei den PA geben. Die Dauer pro Posten wurde neu auf 50 Minuten festgelegt. So dauert die praktische Prüfung insgesamt 350 Minuten.

«Praktische Arbeiten»
Bei den PA werden die verschiedenen Leistungsziele den einzelnen Posten zugeteilt: Neu wird es drei Positionsnoten geben. Diese entsprechen den Handlungskompetenzbereichen «Prüfen und Warten von Fahrzeugen», «Austauschen von Verschleissteilen» und «Unterstützen von betrieblichen Abläufen». Sie sind jeweils auf eine ganze oder halbe Note gerundet. 

 

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«Berufskenntnisse»
Bei den «Berufskenntnissen» gibt es vier Positionsnoten. Die ersten drei entsprechen ebenfalls den Handlungskompetenzbereichen. Die Position 4 ist neu das Fachgespräch (mündliche Prüfung). Dieses wird in zwei Arbeitssituationen vernetzt mit den drei Kompetenzbereichen stattfinden. Von diesen zwei Arbeitssituationen, welche in 30 Minuten Prüfungszeit erfolgen werden, können die Lernenden im Vorfeld eine Arbeitssituation selber auswählen. Die Zweite wird ihnen von den Experten zugeteilt. In diesem Fachgespräch werden die Berufskenntnisse in Verbindung mit der Praxis überprüft.

«Allgemeinbildung»
Die «Allgemeinbildung» findet im gleichen Rahmen wie bisher statt. 

«Erfahrungsnote»
Bei der Erfahrungsnote wird der Durchschnitt der vier Semesternoten vom Unterricht in den Berufskenntnissen in der Berufsfachschule und der Durchschnitt der vier Noten von den überbetrieblichen Kursen berechnet. Somit gibt es eine Note (gerundet auf eine halbe oder ganze Note) aus der Berufsfachschule und eine Note (gerundet auf eine halbe oder ganze Note) aus dem üK, welche dann auf eine Zehntelnote gerundet wird.

Die Prüfung hat bestanden, wer bei den praktischen Arbeiten und bei der Schlussnote mindestens die Note 4,0 erreicht.
 
ACHTUNG: Momentan ist noch nicht entschieden, ob das Qualifikationsverfahren 2020 aufgrund der aktuellen Situation in der geplanten Form durchgeführt werden kann.
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