Crashen für die Weiterbildung

22. Juni 2018 autoberufe.ch – Während einer Woche holen sich Lernende von Autoberufen im dritten Lehrjahr am FutureDay in Vauffelin Inspiration für ihre weitere berufliche Laufbahn. Besonders beeindruckend ist jeweils der Crashtest am Nachmittag.
 
srh. Passender hätte die Schlagzeile auf der Titelseite von «20 Minuten» an diesem sonnigen Mittwoch kaum sein können: «Eine Berufslehre allein reicht nicht aus». Im entsprechenden Artikel sagt Bildungsforscher Stefan Wolter auch, dass «Weiterbildungen nach dem Lehrabschluss «enorm wichtig sind». Olivier Maeder, Bereichsleiter Bildung beim AGVS Schweiz, nahm den medialen Steilpass gerne auf. Während fünf Tagen informierte der AGVS im Rahmen des FutureDay der Berner Fachhochschule (BFH) die anwesenden Automobil-Mechatroniker-Lernenden im dritten Lehrjahr über die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb der Autoberufe. «Rund jeder vierte Automobil-Mechatroniker macht im Anschluss eine Ausbildung zum Automobildiagnostiker», erklärt Maeder.
 
Das Programm für die über 900 Jugendlichen, die im Verlaufe der Woche aus der ganzen Schweiz nach Vauffelin kamen, war reichhaltig und bot zahlreiche Leckerbissen. Fraglos das Highlight des erlebnisreichen Tages ist der Crashtest – in diesem Jahr zum Thema «Ladungssicherungssysteme». Durchgeführt werden diese jeweils vom Dynamic Test Center (DTC). «Bei der Kaufentscheidung zwischen Kombi-, Van- oder Kleintransportfahrzeugen entscheiden nicht nur Kubikmeter, Nutzlast und Kosten», sagt Daniel Mauerhofer, Vertriebsleiter bei Bott Schweiz. «Das Thema Ladungssicherheit und Insassensicherung ist genauso wichtig.» Der Generalimporteur für Bott Fahrzeug- und Betriebseinrichtungen bietet regelmässig Ladungssicherungskurse an und führt den Crashtest in Vauffelin mit dem DTC durch. Dies bietet den Garagisten gute Ansatzpunkte für das Kundengespräch – zum Beispiel beim Fahrzeugverkauf.
 
Der Crashtest vom Mittwoch (weitere Crashvideos am Ende des Beitrags)

Aufprall mit Wirkung – bei 7 km/h
Die Abteilung Automobiltechnik der BFH organsierte die fünftägige Veranstaltung FutureDay bereits zum achten Mal – unter der Federführung von Bernhard Gerster. Im Laborzentrum Automobiltechnik im Berner Seeland erhalten die Lernenden Informationen zur beruflichen Weiterbildung nach dem Abschluss der Grundausbildung. Angesprochen waren Lernende mit vierjährigen Lehrzeiten, die kurz vor dem Ende des dritten Ausbildungsjahres stehen, um allfälligen Terminkollisionen mit dem Lehrabschluss auszuweichen.

Neben dem spektakulären Crashtest bot der Tag weitere interessante Leckerbissen. Die drei Techspots «Antriebe», «Sicherheit» und «Neue Technologien und Fahrzeugbau» vermittelten theoretisches Wissen und praktische Demonstrationen. Im Fokus standen in diesem Jahr die Brennstoffzellen-Technologie sowie hochautomatisierte und vernetzte Fahrzeuge. Staunen beim Aufpralltest. Die Wucht, die bereits bei einem Crash mit 7 km/h entsteht, öffnete allen die Augen. Ohne Sicherheitsgurt fuhr niemand von Vauffelin weg.

 
 
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