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30. Nov, 2017
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Wasserstoff als Treibstoff

Bereits in meiner Jugendzeit – also so zwischen achtziger und neunziger Jahren – war die Rede von der Brennstoffzelle und dem Wasserstoff als Auto-Treibstoff der Zukunft. So gesellten sich in meinem Kinderzimmer Bilder von futuristisch anmutenden und mit Wasserstoff betriebenen Supersportwagen zu den Postern von Ferrari F40, Porsche 959 und dem damals dominanten, weil mit aktiver Radaufhängung ausgerüsteten, Williams-Renault Formel 1.

Auch wenn es mir scheint, als wäre dies erst gestern gewesen, hat sich die Technik seitdem stark weiterentwickelt: Die Compact Disc löste die Kassette ab und sorgte für eine erste digitale Revolution in der Musikwelt, um dann später mit der Einführung von iPod, MP3 und dem Streaming von Musikdiensten gleich nochmals revolutioniert zu werden. Würde man denrasanten Technologiewandel in der Musik- oder IT-Branche auf die in Zeiten des Berliner Mauerfalls angekündigten Entwicklungen bei der Brennstoffzelle übertragen, so müssten heute schon alle Fahrzeuge mit Brennstoffzelle unterwegs sein – und dazu auch noch fliegen können...

Doch über lange Zeit gab es für den Zeitpunkt der Serienverfügbarkeit von Brennstoffzellen-Autos eigentlich nur eine konstante Aussage, nämlich, dass diese in 10 Jahren serienreif sei. Diese Prognose wurde aber dann Jahr für Jahr nach hinten verschoben, so dass man auch noch übers Jahr 2000 hinaus lesen konnte, dass die Brennstoffzelle sich in 10 Jahren durchsetzen werden.

Vielleicht stehen wir heute nun tatsächlich an diesem immer wieder angekündigten Schritt hin zur Serienreife von Brennstoffzellen-Autos. Denn inzwischen liefern Hersteller wie Hyundai, Toyota oder Honda solche Autos an reale Kunden aus, auch in der Schweiz. Was noch verbessert werden muss, damit sich diese Antriebsform durchsetzt, sind die Anzahl der Tankstellen und der Preis der Fahrzeuge. Um dem diesbezüglich oft erwähnten Dilemma des Huhn-Ei-Problems etwas Konkretes zu entgegnen, darf das positive Beispiel eines grossen Schweizer Detailhändlers erwähnt werden, der auf Wasserstoff als Treibstoff setzt. So stellt Coop mit der ersten öffentlichen Wasserstofftankstelle in Hunzenschwil im Kanton Aargau die Infrastruktur für ihre eigenen Brennstoffzellen-Lastwagen gleich selber zur Verfügung. Ich bin zuversichtlich, dass dieses Beispiel Schule macht...bei mir hat es auf alle Fälle schon Spuren hinterlassen, denn seit neustem begleiten mich wieder Bilder von Brennstoffzellen-Fahrzeugen...inzwischen zwar nicht mehr als Poster, sondern als digitale Bildschirm-Schoner
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