Lerne Automobil-Mechatroniker/-in, werde Automobildiagnostiker/-in

16. November 2020 autoberufe.ch – Mitte November ist die neue Social-Media-Kampagne von Berufsbildungplus.ch gestartet – mit vier kurzen «Lerne-Werde»-Videos. Eine der Protagonistinnen ist Shane Bruchez. Die Automobildiagnostikerin wusste bereits als Schülerin, dass sie ihre Begeisterung für Autos zum Beruf machen wollte.


Quelle: Berufsbildungplus.ch

kk./cst. Eine Automobildiagnostikerin, eine Leiterin in Facility Management, ein Chefmonteur Sanitär sowie ein Fachmann Gesundheit: Sie sind die Protagonistinnen und Protagonisten der vier neuen «Lerne-Werde»-Videos von Berufsbildungplus.ch. Dabei handelt es sich um eine Initiative von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt, die vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) umgesetzt wird. Die vier Profis sind mit einer beruflichen Grundbildung ins Berufsleben gestartet und haben danach eine höhere Berufsbildung abgeschlossen, so wie Shane Bruchez. Die 26-Jährige ist heute als Automobildiagnostikerin und Werkstatt-Verantwortliche bei der Garage Olympic Paul Antille Martigny SA tätig. Im Interview erzählt sie, wie sie sich in einer technisch orientierten Welt durchzusetzen lernte und warum Weiterbildung für sie unverzichtbar ist. 

Frau Bruchez, Sie sind mit einer beruflichen Grundbildung als Automobil-Mechatronikerin ins Erwerbsleben gestartet. Wieso?
Shane Bruchez: Autos haben mich schon immer begeistert: Als Kind half ich meinem Vater jeweils beim Reifenwechsel, zudem spielte ich am liebsten mit Spielzeugautos. Ich wusste schon früh, dass ich meine Faszination für Autos zum Beruf machen wollte. Deshalb absolvierte ich mehrere Schnupperlehren als Automobil-Mechatronikerin und fand schliesslich eine Lehrstelle. Die Suche war nicht einfach, denn einige Betriebe hatten Vorbehalte, in diesem körperlich anstrengenden Beruf eine junge Frau auszubilden.

Heute sind Sie Automobildiagnostikerin. Was hat Sie bewogen, diesen Abschluss anzustreben?
Die Lehre gefiel mir sehr gut und bestätigte mich in meiner Berufswahl. Ich wollte deshalb weitermachen, Neues lernen und meine Kenntnisse in der Automobildiagnostik verfeinern. Und: Ich versprach mir vom höheren Abschluss, als Frau im Beruf noch ernster genommen zu werden (lacht). Das ist gelungen. Gerade die Kundinnen schätzen es, in technischen Fragen von einer Frau beraten zu werden.

Welche Hürden mussten Sie auf Ihrem Bildungsweg überwinden?
Der Beruf kann tatsächlich körperlich anstrengend sein. Ich musste lernen, mit schweren Gegenständen ergonomisch zu arbeiten – zum Beispiel mit wuchtigen Reifen oder schwerem Werkzeug.

Was haben Sie in der Grundbildung gelernt, das auch für Ihre heutige Tätigkeit unverzichtbar ist?
In der Lehre eignete ich mir das Grundwissen zu verschiedenen Automarken an. Auf dieses Wissen greife ich in meiner heutigen Funktion zurück. Zudem lernte ich, mich als Frau in einer technisch orientierten Welt zu behaupten. Betonen möchte ich, dass ich die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen und Vorgesetzten stets als gut und unkompliziert erlebt habe.

Weshalb lohnt sich Weiterbildung?
Die Technologie in der Automobilbranche verändert sich rasch – auch hinsichtlich Digitalisierung. Es ist deshalb wichtig, seine Fachkenntnisse aktuell zu halten, sonst wird man abgehängt. Eine Weiterbildung sorgt zudem für mehr Abwechslung im Berufsalltag, weil man sein Aufgabengebiet erweitern und mehr Verantwortung übernehmen kann.


Quelle: Berufsbildungplus.ch
Feld für switchen des Galerietyps
Bildergalerie

Kommentar hinzufügen

Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.

Kommentare