In kurzer Zeit auf die Prüfung vorbereiten

25. März 2019 agvs-upsa.ch – Neu besteht die Möglichkeit, einen Z1-Intensivkurs «Fahrzeug-Elektrik-Elektronik» zu absolvieren. Damit bekommen Garagen auch ohne Mitarbeiter mit Tertiärabschluss die Möglichkeit, Automobil-Mechatroniker auszubilden – und sparen erst noch Zeit.

abi. Die neuen Bildungsverordnungen für die technischen Grundbildungen Automobil-Assistent/-in, Automobil-Fachmann/-frau und Automobil-Mechatroniker/-in traten per 1. Januar 2018 in Kraft. Dies hatte Auswirkungen auf die Ausbildungsberechtigung für Automobil-Mechatroniker. So dürfen neu auch Automobil-Mechatroniker, Automechaniker und Fahrzeug-Elektriker-Elektroniker ohne Tertiärabschluss die zukünftigen Fachpersonen ausbilden – wenn sie gewisse Kriterien erfüllen: Sie benötigen drei Praxisjahre, einen anerkannten fachtechnischen Weiterbildungsabschluss des AGVS und müssen ein eintägiges AGVS-Didaktikmodul absolvieren.

AGVS organisiert Prüfungen
Aktuell zählen die Abschlüsse eines Teils der Ausbildung zum Automobildiagnostiker/Automobil-Werkstattkoordinator zur fachtechnischen Weiterbildung: Z1 (Fahrzeug-Elektrik-Elektronik) oder Z2 (Komfort- und Sicherheitselektronik) zusammen mit Z3 (Fahrassistent- und Infotainmentsysteme). Die nicht obligatorischen Vorbereitungskurse auf die Prüfungen können bei verschiedenen Ausbildungsstätten in der ganzen Schweiz besucht werden. Die Prüfungen selbst finden dann jeweils im Frühjahr und Herbst in der Mobilcity in Bern statt – unter der Federführung des AGVS. 

Um den Garagisten zeitlich entgegenzukommen, bietet die Schweizerische Technische Fachschule Winterthur (STFW) neu den Lehrgang Z1 als Intensivkurs an. Dieser findet jeweils ganztags am Freitag statt und dauert 144 Lektionen – aufgeteilt in 80 Lektionen Theorie und 64 Lektionen praktische Ausbildung. Arnold Schöpfer, beim AGVS für die technischen Grundbildungen und die höhere technische Berufsbildung zuständig, erklärt, wie es dazu kam.

Herr Schöpfer, weshalb hat sich der AGVS entschlossen, neben dem bisherigen Z1-Kurs neu an der STFW auch einen Z1-Intensivkurs anzubieten?
Arnold Schöpfer: Ein normaler AD-Lehrgang dauert rund neun Monate. Die Absolventen besuchen den Kurs wöchentlich an einem halben Tag. Das ist für die viel beschäftigten Garagisten sehr aufwendig. Wir suchten das Gespräch mit verschiedenen Ausbildungsstätten, ob sie einen Intensivkurs von drei bis maximal vier Monaten mit jeweils einem ganzen Ausbildungstag pro Woche anbieten könnten. Die STFW hat sich bereit erklärt, einen solchen Kurs auszuschreiben und – wenn genügend Teilnehmer mitmachen – anzubieten.

Für welchen Lerntyp ist dieser Intensivlehrgang geeignet?
Dieser Lehrgang ist für jeden Automobil-Mechatroniker mit einer abgeschlossenen Grundbildung gedacht – entweder direkt nach der Lehrabschlussprüfung oder noch besser nach einem oder zwei Praxisjahren. Die Person sollte in Zukunft in einem Betrieb als Ausbildungsverantwortlicher für die Automobil-Mechatroniker vorgesehen sein. Mit diesem Abschluss hat die Person auch die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt oder direkt im Anschluss die restlichen Ausbildungsinhalte zu besuchen und mit der Berufsprüfung den Abschluss als Automobildiagnostiker oder Automobil-Werkstattkoordinator zu machen.

Welche Voraussetzungen und Ziele muss ein Berufsbildner für Automobil-Mechatroniker in Ihren Augen mitbringen, um einen Lernenden vorbildlich betreuen zu können?
Neben den nötigen fachtechnischen Kenntnissen muss ein Ausbildungsverantwortlicher Freude am Umgang mit Jugendlichen mitbringen und diese auch verstehen. Er muss die Ausbildungsinhalte kennen und wissen, wie man diese erreichen kann. Der AGVS hat dazu ein Ausbildungsprogramm mit der Lerndokumentation für den Betrieb erstellt und führt regelmässig Tagesseminare zu diesem Thema durch. In diesen AGVS-Didaktikmodulen erhalten die Teilnehmer spezielle Informationen und Praxisanwendungen für den Umgang mit Lernenden. Das AGVS-Didaktikmodul ist übrigens für alle Berufsbildner obligatorisch, die nur über einen Lehrabschluss verfügen.

Die Kurse sind nicht obligatorisch. ­Weshalb sollten die Prüfungsberechtigten die ­Vorbereitungskurse dennoch besuchen? 
Es steht natürlich jedem frei, ob er einen Vorbereitungskurs besuchen will. Er kann sich die nötigen Kenntnisse und das Wissen auch durch das Besuchen von markenspezifischen Kursen oder bei der täglichen Arbeit im Betrieb aneignen. Für alle, die eine Ausbildungsberechtigung erlangen wollen, ist das Bestehen der Prüfung obligatorisch. Der Kurs hat dabei den bedeutenden Vorteil, dass die spezifischen Inhalte vermittelt werden. So ist mit dem zusätzlichen Lernen zuhause die Vorbereitung auf die Prüfung besser gegeben.
 

Z1-Intensivkurs «Fahrzeug-Elektrik-Elektronik» STFW
Der Intensivkurs startet am 10. Mai und dauert bis am 19. Juli. Die Anmeldung und weitere Informationen finden sich hier.
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