«Der AGVS-Kompetenz­ausweis als Standard in der Branche»

2. Oktober 2020 agvs-upsa.ch – Mit der Zunahme von batteriebetriebenen Autos lohnt es sich für Garagisten, eine entsprechende Weiterbildung zu absolvieren. Denn: Um an Elektro- und Hybridfahrzeugen Arbeiten ausführen zu können, sind Spezialkenntnisse nötig.


Quelle: Istock

cst. Die Zulassungszahlen zeigen: Immer mehr Hybrid- und Elektrofahrzeuge kommen auf die Schweizer Strassen. Das wirkt sich auf die Arbeit in den Werkstätten aus. Denn den Garagisten, die solche Wagen warten und unterhalten, stellen sich neue Herausforderungen. Um ausreichend elektrische Leistung für den Betrieb dieser batteriebetriebenen Autos sicherzustellen, muss die Energie in Hochvoltbatterien gespeichert werden. Diese Energiespeicher sind nicht abschaltbar und stellen bei unsachgemässem Umgang grosse Sicherheitsrisiken dar. Stromschläge, Kurzschlüsse und Störlichtbögen sind nur einige Beispiele, die für den menschlichen Körper gefährlich sind.

Wer an Hochvolt-Systemen arbeitet, braucht deshalb Spezialkenntnisse. In der Schweiz müssen Werkstattmitarbeitende instruiert und sachverständig sein, damit sie Arbeiten an solchen Fahrzeugen durchführen können. Es liegt in erster Linie am Betrieb selbst, zu beurteilen, ob die Sachverständigkeit gegeben ist oder nicht. Um jemanden als sachverständig einzustufen, gilt es, die berufliche Ausbildung, Produktekenntnisse und Erfahrung zu berücksichtigen. Garagisten können sich das Know-how aneignen, indem sie eine entsprechende Weiterbildung besuchen. 

«Da die Nachfrage hoch ist, bieten AGVS-Sektionen mit ihren ÜK-Zentren und zahlreiche AGVS-Bildungspartner die Weiterbildung an. Das hat den Vorteil, dass sich Interessierte auch regional und in allen drei Sprachen weiterbilden können», erklärt Manuela Jost, verantwortlich für die Business Academy und die Geschäftsstelle BAZ beim AGVS. Zudem wurde das Thema Hochvolt 2018 in die Bildungsverordnung der Grundbildung Automobil-Mechatroniker/-in integriert und wird in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen unterrichtet. «Mit allen Bildungspartnern der Grund- und Weiterbildung zählt der AGVS somit bereits über 100 Bildungspartner, der AGVS-Kompetenzausweis ist heute der Standard in der Branche.»

Die Hochvoltkurse richten sich an alle Garagisten, aber auch an technische Trainer aus der Fahrzeugbranche, an Sicherheits- und Elektroverantwortliche sowie an Elektromobilitäts-Verantwortliche bei Fahrzeuganbietern, Mobilitätsprovidern und Elektrizitätswerken. «Unser Ziel ist, dass sich möglichst viele Verantwortliche Grundlagenkenntnisse über Hochvolt-Systeme aneignen. Denn gerade in Sachen Arbeitssicherheit muss man sich regelmässig neues Wissen aneignen.»

Wer an einem Hochvoltkurs teilnimmt, absolviert am Ende eine Lernkontrolle. Wird diese bestanden, erhält der Teilnehmer einen Kompetenzausweis als instruierte Person, welche die Anforderungen von Electrosuisse und AGVS erfüllt. Damit sind die Grundlagen geschaffen, damit der Betrieb die Person als Sachverständigen Hochvolt ernennen kann. «Bewahren Sie den Schulungsnachweis Ihrer Mitarbeiter entsprechend auf, am besten in elektronischer Form. BAZ-Mitglieder speichern es am besten direkt online im Asa-Control», rät Manuela Jost.

Weitere Informationen gibt es in der AGVS Business Academy.  
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