Das Autogewerbe bietet Ihrem Kind eine gute Zukunft

Ein Beruf im Autogewerbe bietet jungen Menschen eine faszinierende Perspektive: Eine fundierte Ausbildung auf sehr hohem Niveau und die Arbeit am Puls von neuen, ausgeklügelten und umweltschonenden Antriebstechnologien. Dazu kommt das Umfeld von Automarken mit Weltruf, die unsere Gesellschaft seit über 100 Jahren nicht nur physisch, sondern auch emotional bewegen.

Ist Ihr Sohn oder Ihre Tochter technisch und handwerklich begabt? Ist sie oder er schon heute ein «Profi» am Computer? Interessiert sie oder er sich eher für das Kaufmännische? Oder ist Ihnen aufgefallen, dass Ihr Kind schon jetzt ein besonderes Flair fürs Beraten und Verkaufen hat? Welches der oben genannten Talente Ihr Kind auch besitzt: Das Autogewerbe kann ihm den richtigen Beruf bieten. Mit einer der insgesamt sechs soliden Grundbildungen startet es vertrauensvoll in eine gute Zukunft mit interessanten und attraktiven Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.

In atemberaubendem Tempo werden faszinierende Antriebstechnologien entwickelt und neue Automodelle gebaut. Und Ihr Kind kann hautnah mit dabei sein. Der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) sorgt mit grossem Effort und Sorgfalt dafür, dass die Aus- und Weiterbildung im Schweizer Autogewerbe stets den neuesten Anforderungen entspricht und einer erfolgreichen Berufslaufbahn für junge, aktive und aufgeweckte junge Menschen nichts im Wege steht.

Von Schweizermeisterschaften bis Berufs-Weltmeisterschaften – das Autogewerbe macht im nationalen und internationalen Vergleich stets eine glänzende Figur. Erfolgsgeschichten wie die Silbermedaille von Michael Matti (1997), die Bronzemedaille von Andreas Bühler (2001), Goldmedaille von Flavio Helfenstein (2011) sowie die Bronzemedaille von Lukas Hediger (2013) an den Berufsweltmeisterschaften (WorldSkills) machten in den vergangenen Jahren nicht nur die direkt Beteiligten stolz. Unsere «Champions» sind auch Aushängeschilder und leisten einen Beitrag fürs Selbstbewusstsein einer ganzen Branche.

Ein Beruf im Autogewerbe ist auch deshalb interessant, weil das Auto in der Schweiz einen sehr hohen Stellenwert hat, unabhängig davon, dass bei uns der öffentliche Verkehr sehr gut ausgebaut ist. Im Durchschnitt teilen sich etwas weniger als zwei Personen ein Auto, womit die Schweiz das am stärksten motorisierte Land in Europa ist. Entsprechend bedeutend ist das Schweizer Autogewerbe, das alle relevanten Dienstleistungen rund um das Wirtschafts- und Konsumgut Auto erbringt, namentlich die Aufbereitung, Reparatur, den Unterhalt und Handel der 4,5 Millionen in der Schweiz immatrikulierten Personenwagen.

Das Schweizer Autogewerbe umfasst 5200 Garagen. Davon sind die rund 4000 qualifiziertesten Garagen mit 39‘000 Mitarbeitenden im Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) organisiert. Der jährliche Umsatz im gesamten Autogewerbe wird auf knapp 34 Mia. Franken geschätzt. Aufgrund der im europäischen Vergleich nach wie vor eher geringen durchschnittlichen Betriebsgrösse ist das Schweizer Autogewerbe eher klein strukturiert – im Schnitt sind pro Betrieb sechs Personen angestellt. Aus diesem Grund werden zahlreiche Informations- und Servicedienstleistungen durch den gemeinsamen Verband erbracht.

Der AGVS wurde 1927 gegründet und versteht sich als dynamischer und zukunftsorientierter Branchen- und Berufsverband. Er unterstützt seine Mitglieder nachhaltig zum Erhalt guter Rahmenbedingungen, sorgt für die markt- und gesetzeskonforme Ausbildung, zweckmässige Information und ein positives Branchenimage.

Die vollständige Übersicht über alle Ausbildungen im Automobilgewerbe finden Sie hier.

Eignungstest

Dass ein erfolgreicher Abschluss der Grundbildung auf einem soliden schulischen Fundament basieren muss, versteht sich von selbst. Der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) bietet einen gesamtschweizerischen Eignungstest an. Vor dem Antritt der Lehrstelle können die Jugendlichen damit feststellen, welche Grundbildung zu ihnen passt und ob sie den vielseitigen und anspruchsvollen Anforderungen der Ausbildung im Auto- und Garagengewerbe gewachsen sind. Die Lehrabbrüche können damit auf ein Minimum reduziert werden.

Der Eignungstest (nur für die technischen Berufe in einem Garagenbetrieb) wird durch die AGVS-Sektion in Ihrem Kanton angeboten und durchgeführt.

Hier lesen Sie, was beim Eignungstest gefordert wird.

Hier geht es zum elektronischen Eignungstest.

Hier finden Sie alle Kontaktadressen für den Eignungstest.
 

Schnupperpraktikum

Ein Schnupperpraktikum ist nicht nur eine Chance für künftige Lernende, sondern auch für Garagisten.

Hier finden Sie die nächste AGVS-Garage in Ihrer Nähe.

P.S. Die Zeiten von schmutzigen Händen sind praktisch (aber natürlich nicht ganz) vorbei: Weil mechanische Systeme in den Fahrzeugen zunehmend durch elektronische unterstützt und kontrolliert werden, ist vermehrt auch Know-how in Elektronik und IT gefragt. Das Autogewerbe arbeitet mit modernsten, computergesteuerten Mess- und Diagnosegeräten.
 

Interview mit Bildungsexperte Christof Nägele – «Schüler wollen wissen, was sie im Lehrbetrieb erwartet»

Im Wettbewerb um geeigneten Nachwuchs steht das Garagengewerbe in einem zunehmend härteren Wettbewerb mit anderen Branchen. Gut geplante und durchgeführte Schnupperlehren können ein wichtiges Instrument sein, um Jugendliche für einen Beruf zu gewinnen, sagt Bildungsexperte Dr. Christof Nägele von der Fachhochschule Nordwestschweiz.

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Die Bedeutung der Autobranche

Im Gegensatz zum Schweizer Autogewerbe, das primär aus den insgesamt 5200 Garagenbetrieben gebildet ist, umfasst die Schweizer Autobranche sämtliche Betriebe, die mit dem Auto zu tun haben (auch Importeure, Handelsplätze, Reifenhäuser, Zulieferer). Die Schweizer Autobranche besteht aus insgesamt etwas mehr als 15 000 Betrieben und beschäftigt insgesamt 84 000 Mitarbeitende. Sie erwirtschaften einen Gesamtumsatz in Höhe von 90 Milliarden Franken. 33,9 Mia. Franken werden dabei allein von den Schweizer Garagenbetrieben erwirtschaftet. Der grösste Teil davon entfällt auf den Bereich Neuwagen (14,0 Mia. Franken), gefolgt vom Occasionsgeschäft (7,7 Mia. Franken). Mit Reparaturarbeiten und Ersatzteilen werden etwas mehr als 10 Mia. Franken umgesetzt. Die Nutzfahrzeuge steuern einem Umsatz von 2,1 Mia. Franken bei.

Diese Zahlen illustrieren den relevanten Faktor, den die Schweizer Autobranche innerhalb der Schweizer Wirtschaft darstellt: Sie beschäftigt damit gleich viele Personen wie die Nahrungsmittel-, die Textil- und die Bekleidungsindustrie zusammen – das sind mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze wie die Pharmaindustrie. Insgesamt hängt jeder 8. Arbeitsplatz direkt oder indirekt vom Auto ab. Basierend auf diesen Zahlen erwirtschaftet die Schweizer Autobranche etwa 1,4 % der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung, vergleichbar mit der Bedeutung der Telekommunikation (Anteil: 1,4 %) oder der Nahrungs- und Genussmittelindustrie (Anteil: 1,8 %).

 

Rolle und Aufgabe

Hauptaufgabe des Schweizer Garagengewerbes ist die flächendeckende Versorgung mit dem wichtigen Wirtschafts- und Konsumgut Auto sowie dessen Instandhaltung, Reparatur- und sonstige Service-Dienstleistungen rund um das Auto. Damit leisten die Garagisten als Treuhänder der Fahrzeughalter einen entscheidenden Beitrag zur Fahrzeugsicherheit – und damit auch zur Sicherheit auf den Schweizer Strassen. Über die permanente Arbeit an den Fahrzeugen sichern die Garagisten aber auch die Einhaltung der Umweltgesetzgebung.

Der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) sorgt als Branchenverband dafür, dass dieser Beitrag an die Sicherheit auf einem anerkannten und hohen Niveau erbracht wird. Diese Qualitätssicherung beginnt bereits bei der Ausbildung von jungen Menschen im Autogewerbe und wird über eine permanente Entwicklung der Weiterbildung fortgeführt. Die vom AGVS mitgestalteten und ständig weiterentwickelten Branchenstandards sichern das hohe Niveau der täglichen Arbeit in den Garagen ab.

 

Umwelt und Garage

Garagisten sind nicht nur die Treuhänder der Sicherheit auf den Schweizer Strassen – sie sind auch wertvolle Partner des Bundes, wenn es um Umweltschutz geht. Der Garagist wird im Rahmen seiner veränderten Rolle immer mehr auch zum Umweltberater.

Abgesehen davon, dass die Autos grundsätzlich immer sparsamer und umweltfreundlicher werden – und wir sprechen hier nicht in erster Linie von den Elektroautos – spielen die Garagisten auch im Rahmen der von der Politik festgelegten Ziele im Bereich des Umweltschutzes eine immer wichtigere Rolle. Mit der Beratung und dem Verkauf energieeffizienter Fahrzeuge und Produkte leisten die Garagisten einen wichtigen Beitrag als Mobilitätsberater. Indem sie die Fahrzeuge regelmässig kontrollieren und warten, sorgen die Garagisten für die Einhaltung der Emissionsvorschriften und helfen damit substanziell mit, dass der Individualverkehr die Umwelt immer weniger belastet.

Trends

Die Klimadebatte ist eines der beherrschenden Themen unserer Zeit. Auch die Mitarbeitenden der AGVS-Garagen werden in ihrer Arbeit zentral mit deren Auswirkungen konfrontiert. Erfreulich dabei ist, dass das Automobil in der Schweizer Bevölkerung nach wie vor einen hohen Stellenwert hat und diesen auch behalten wird. Die zunehmend sensibilisierten Automobilistinnen und Automobilisten wollen einen Beitrag zur Entlastung und Schonung der Umwelt leisten, ohne aber auf Komfort und Sicherheit zu verzichten.

Die Garagisten stehen den vielfältigen Fragen und Wünschen ihrer Kundinnen und Kunden täglich gegenüber. Das ist komplex und stellt sie vor ständig neue Herausforderungen. Es ergeben sich aber auch neue Chancen daraus. Mit kompetentem Wissen und fachlichem Rat können die Garagisten am Besten auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen und vorhandene Bedenken oder Zweifel abbauen. Auf dieser Basis wird der Garagist zunehmend auch zum Umweltberater.

Bestes Beispiel, mit welch innovativen Instrumenten die Schweizer Garagisten Umweltschutz und neue Serviceleistungen in Einklang bringen, ist der AutoEnergieCheck (AEC), der seit Frühling 2013 von immer mehr AGVS-Garagenbetrieben angeboten wird.

Alles über den AEC finden Sie unter: www.autoenergiecheck.ch

Mehr über das Autogewerbe erfahren Sie hier.


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