Vollgas auf der Leinwand: Diese Filme drücken die Zuschauer in die Sitze

Rasante Verfolgungsjagden, heulende Motoren und jede Menge Adrenalin: In diesen zehn Hollywood-Streifen sind die Autos weit mehr als nur Requisiten. Sie sind Kultobjekte, treue Begleiter und heulende Hauptdarsteller zugleich.

Filme wie «The Fast and The Furious» oder «Nur noch 60 Sekunden» beweisen: Längst haben die Autos nicht nur die Strassen und Herzen der Menschen erobert, sondern auch die Leinwand. Als Helden der Rennstrecke, in packenden Verfolgungsjagden, als Retter aus dem Weltall oder stille Kultobjekte mit Symbol-Charakter sind die vierrädrigen Hauptdarsteller in jedem Genre zuhause und begeistern die Kinogänger auf der ganzen Welt.

Wir haben die zehn bekanntesten, schnellsten und spannendsten Auto-Filme der letzten Jahre zusammengetragen, in denen die automobilen Darsteller eine ganz besondere Rolle einnehmen und die jeder Autoliebhaber gesehen haben sollte. Lerne die vierrädrigen Helden der Leinwand kennen.
 


Gibt es endlich ein normales Leben für Dom (Vin Diesel) und seine Familie? Nach dem Rückzug von Brian und Mia in den Ruhestand, hat er sich mit Letty (Michelle Rodriguez) in die Flitterwochen verabschiedet und die restliche Crew ist von allen Vergehen aus der Vergangenheit freigesprochen worden. Doch dann betritt eine mysteriöse Frau (Charlize Theron) die Bildfläche, die Dom zuerst verführt und dann zu ihrem Partner bei einer Reihe von Verbrechen macht. Mr. Nobody (Kurt Russell) bittet daher die Gang um Letty, Roman (Tyrese Gibson), Tej (Ludacris) und Co. um Hilfe. Gemeinsam mit dem wegen Doms Verrat zwischenzeitlich im Knast gelandeten Hobbs (Dwayne Johnson) und sogar ihrem Todfeind Deckard Shaw (Jason Statham) müssen sie in den verschiedensten Winkeln der Welt eine Anarchistin stoppen, die Chaos in unsere Welt bringen will. Und will wichtiger: Sie müssen den Mann nach Hause bringen, der sie zu einer Familie gemacht hat…


Tranformers

Fünfter Teil der "Transformers"-Reihe, in dem Optimus Prime angeblich seinen Heimatplaneten Cybertron findet. Doch dieser ist tot und kann nur mit einem Artefakt wiederbelebt werden, dass ein Transformer einst zur Ritterzeit auf die Erde brachte und dem Zauberer Merlin gab. Doch wo auf der Erde ist dieses Artefakt heute? Und natürlich wollen es auch die Decepticons in ihre Hände bekommen...

 


 

50 Luxuskarossen in nur 60 Sekunden klauen – das ist selbst für den früheren Meisterdieb Randall «Memphis» Raines (Nicolas Cage) eine Herkulesaufgabe. Doch dem ehemaligen Autoknacker bleibt keine andere Wahl, als aus dem Ruhestand zurückzukehren und für den Autoschieber Calitri (Christopher Eccleston) die gewünschten Boliden zu stehlen, weil dieser sonst Memphis‘ Bruder Kip zu ermorden droht. Nicht nur Nicolas Cage, der die meisten Stuntszenen selbst drehte, beeindruckt in diesem spannungsreichen Action-Streifen. Auch der silbrige Shelby Mustang GT 500, der auf den Namen «Eleanor» getauft wird, glänzt in seiner Rolle. Für die Dreharbeiten wurden insgesamt zwölf verschiedene Wagen hergerichtet, von denen fünf während den Aufnahmen einen Totalschaden erlitten.
 

 

 

Zwei Charakterköpfe, die erbittert und furchtlos um Ruhm und Ehre in der höchsten Motorsport-Klasse kämpfen: Der Film Rush erzählt die Geschichte der Formel-1-Saison 1976 anhand der Rivalität der Spitzenreiter Niki Lauda und James Hunt, die mit allen Mitteln um die WM-Krone kämpfen. Trauriger Höhepunkt des Films ist Laudas schrecklicher Feuerunfall auf der Nordschleife des Nürburgrings. Dass der ehrgeizige Österreicher nur sechs Wochen und zwei Rennen später in Monza wieder in der Startaufstellung stand, ist übrigens keine Erfindung der Traumfabrik Hollywood. Der Film von Starregisseur Ron Howard begeistert auch die Formel-1-Experten durch seine Detailtreue. Nur kleine Faux-Pas, wie etwa die Verwendung der falschen Helmmarken, sorgten für leise Kritik.

 

 

«Gran Torino» beweist, dass Autofilme nicht immer laut und schnell sein müssen, um die Zuschauer zu begeistern. Der 1972er Ford Gran Torino Sport ist nicht nur der Namensgeber des Films von und mit Clint Eastwood, er ist als Kultobjekt mit Symbolcharakter auch der rote Faden, der sich durch die Geschichte zieht. In der Rolle des Korea-Kriegsveteranen und ehemaligen Ford-Angestellten Walt Kowalski baut Eastwood über Umwegen eine Freundschaft zum Nachbarsjungen Thao auf. Der schüchterne Südostasiate versucht zu Beginn des Streifens den ganzen Stolz des reaktionären Rentners zu klauen. Zwischen Thao und Kowalski, der den Diebstahl verhindern kann, entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft.

 

 

In mehr als 20 Filmen rettet James Bond die Welt vor den bösen Jungs und ist dabei stilecht in beeindruckenden Luxusautos unterwegs, bei denen das Wort «Sonderausstattung» eine neue Bedeutung erfährt. Das wohl berühmteste Bond-Auto ist der gute, alte Aston Martin DB5, der seinen ersten Auftritt in «Goldfinger» mit Reifenschlitzern und Maschinengewehren in der Front zur Geheimwaffe des Agenten 007 mutiert. Auch im neusten Bond-Streifen «Skyfall» fährt Bond den britischen Edel-Oldtimer wieder – sogar das Kennzeichen ist noch das Gleiche wie in «Goldfinger». Ausserdem werden auch ein Jaguar XJ und ein Land Rover Defender im 23. Bond-Movie gekonnt in Szene gesetzt. Ein Ende ist nicht abzusehen: Das nächste Kapitel aus dem Leben des unverwüstlichen Gentlemans und Frauenhelden soll im Oktober 2015 seine Kino-Premiere feiern.
 

 

 

Jason Statham alias Frank Martin ist zwar nicht so berühmt wie James Bond, in Sachen Coolness steht der «Transporter» dem britischen Geheimagenten aber in Nichts nach. Im ersten Teil ist der Transporter in einem schlichten schwarzen BMW 735i mit Schaltgetriebe unterwegs. Darin transportiert er «Pakete», deren Inhalt er für gewöhnlich nicht wissen will. Als sich seine Lieferware eines Tages bewegt, bricht Frank seine goldene Regel. Das Paket entpuppt sich als gefesselte und geknebelte Frau, die Frank an seinen Auftraggeber Darren «Wall Street» Bettencourt übergibt. Als dieser daraufhin versucht, Frank umzubringen, legt sich Frank mit dem skrupellosen Menschenhändler an. Auf den erfolgreichen ersten Teil folgten mit «Transporter – The Mission» und «Transporter 3» zwei weitere Filme, in denen der Transporter mit packenden Verfolgungsjagden und eiserner Faust für Ordnung auf der Leinwand und Unterhaltung im Kino sorgt. Im Gegensatz zum ersten Teil ist Frank in diesen beiden Filmen in einem Audi A8 unterwegs.
 

 

 

Wie in «The Fast and The Furious» dreht sich auch in «Need for Speed» alles um illegale Strassenrennen. Die Geschichte des nach dem gleichnamigen Autorennspiel-Klassikers benannten Streifens ist schnell erzählt: Hauptdarsteller ist Breaking Bad-Star Aaron Paul, der als frisch aus dem Gefängnis entlassener Mechaniker Tobey Marshall an illegalen Strassenrennen teilnimmt. Weil sein früherer Werkstatt-Partner Dino Brewster (Dominic Cooper) ihm einen Mord anhängte, sinnt Tobey auf Rache. Als Dino davon erfährt, setzt er vor dem Rennstart noch ein Kopfgeld auf seinen früheren Freund aus. Auto-Fans und Freunde der Asphalt-Kultstreifen der 60er- und 70er-Jahre kommen dank einer grossen Auswahl PS-starker Boldien voll auf ihre Kosten.
 

 

 

Selten wurde ein Automodell so unverhohlen und exzessiv beworben wie der dazumal neue Mini Cooper in der 2003er-Neuauflage der Gauner-Komödie «The Italian Job – Charlie staubt Millionen ab» von 1969. Der kleine britische Flitzer wird in der langen Verfolgungsjagd, die Mark Wahlberg, Edward Norton und Charlize Theron als Gangster quer durch Los Angeles führt, in Rot, Blau und Weiss gekonnt in Szene gesetzt. Die drei Gangster heizen auf ihrer Flucht vor der Polizei in ihren Minis durch U-Bahn-Schächte, über Treppen und sogar über den berühmten Walk of Fame in Hollywood.
 

 

 

Kult-Regisseur Quentin Tarantino frönt in diesem Streifen seiner Leidenschaft für amerikanische Muscle Cars, und lässt dabei eine Mädchen-Gang gegen den grotesken Stuntman Mike (Kurt Russell) antreten. Dieser macht mit seinem schwarzen Chevrolet Nova samt Totenkopf auf der Motorhaube Jagd auf junge Frauen. Doch Zoe (Zoe Bell), Kim (Tracie Thoms) und Abernathy (Rosario Dawson) durchschauen Mike und drehen den Spiess um. In einem weissen Dodge Challenger von 1970, den Autofilm-Enthusiasten aus dem Kultstreifen «Fluchtpunkt San Francisco» kennen, liefern sie sich mit dem Stuntman ein Duell auf Leben und Tod.
 


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