Eric Meier, Zürcher Berufsmeiser: Vom Modellauto zu Mercedes-Benz

14. November 2016 autoberufe.ch - In den Hallen der Messe Zürich standen die Neuheiten der 30. Auto Zürich dicht an dicht. Wenige Meter daneben massen sich im «Brain-Village» diejenigen, welche die ausgestellten Schönheiten in nicht allzu ferner Zukunft warten oder reparieren: 30 talentierte Automobil-Mechatroniker im vierten Lehrjahr kämpften um die Zürcher Berufsmeisterschaft.


Das Siegertrio der 2. kantonalzürcher Berufsmeisterschaft (v.l.): David Meier (2.), Eric Meier (1.) und Nicola Spieser (3.).

Fünf Posten hatten die 30 jungen Männer – Frauen waren keine im Teilnehmerfeld – zu absolvieren: ESP-Fahrstabilitätsregelung, Getriebe, Motor, Infotainment/BUS-Systeme und Lenkgeometrie. «Ein Mix aus Diagnostik und Mechanik», erklärt Klaus Schmid, Leiter Abteilung Automobiltechnik an der Technischen Berufsschule Zürich (TBZ), die Aufgaben für die Lehrlinge. Diese hatten für jede der fünf Aufgaben 45 Minuten Zeit – ein intensives und anspruchsvolles Programm in einer ungewohnten Umgebung, die nicht frei von Ablenkung war. So besuchten rund 200 Schüler von zwölf Sekundarschulen das «Brain-Village», liessen sich über Autoberufe informieren und schauten den Stiften bei der Arbeit über die Schulter.

Am besten mit dem Druck und den Verhältnissen umzugehen wusste Eric Meier, Lehrling bei der Merbag in Bachenbülach. Er gewann drei der fünf Einzelwertungen und setzte sich so ganz knapp vor seinem punktgleichen Namensvetter David Meier durch. Dritter wurde Nicola Spieser. Er habe schon während des Wettkampfs ein gutes Gefühl gehabt, meinte der stolze Sieger und Absolvent der Car Academy: «Aber man weiss ja nie, was die anderen machen.» Autos seien für ihn pure Leidenschaft, so der angehende Automobil-Mechatroniker: «Nicht nur, weil sie gut aussehen, sondern wegen ihrer Technik.» Diese Technikbegeisterung habe ihn als Bub schon in die Modellauto-Szene geführt, erzählt Eric Meier: «Ich nahm auch an der Schweizer Meisterschaft teil. Heute fehlt mir dafür die Zeit.»

Die Ehrung der besten Drei am Sonntagnachmittag im «Brain-Village» wurde von Regierungsrätin Silvia Steiner vorgenommen. Die Zürcher Bildungsdirektorin betonte die Wichtigkeit unseres dualen Bildungssystems gerade im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Sie lobte die 30 Teilnehmer für ihren Einsatz, aber sie mahnte auch: «Bitte bleiben Sie auch nach der Lehre offen für Neues und bilden Sie sich weiter. Unser duales Bildungssystem endet nicht mit der Lehrabschlussprüfung!»