Mit dem ersten Lehrlingstag an der STFW ist ein Anfang gemacht

9. Oktober 2017 autoberufe.ch – Der Präsident des Ausbildungsverbundes Nordostschweiz konnte am ersten Lehrlingstag vom 23. September rund 100 Personen an der Schweizerisch Technischen Fachschule Winterthur (STFW) begrüssen.

VSCI NOS. Darunter waren gegen 30 Lernende, die ihre Ausbildung im Carrosseriegewerbe im August dieses Jahres begonnen hatten. Diese sind mit vielen neuen Anforderungen und Eindrücken konfrontiert. Fragen, wie die Lehre abläuft oder welche Entwicklungsmöglichkeiten sich bieten, verlangen nach Antworten.
 
 
Den Organisatoren des ersten Lehrlingstags des VSCI war es ein Anliegen, diesen Samstagvormittag zu einem Erlebnis für alle werden zu lassen. Vorführen, Erklären und Diskutieren hatten eindeutig den Vorrang vor Vorträgen (Bilder Jwan Aeschlimann).
 
Den Anfang machten die Berufsfachlehrer Daniel Randegger (Schule für Gestaltung Zürich), Hansrudolf Heider (TB Zürich) und Peter Kaufmann (BZ Rorschach) sowie der allgemeinbildende Lehrer Urs Schweikert (Schule für Gestaltung Zürich). Anhand von Anschauungsmaterial gaben sie Einblick in die schulischen Fächer der vierjährigen Ausbildungszeit. Den Schwerpunkt bildeten die überbetrieblichen Kurse mit ihren praktischen Demonstrationen.

Von und für Lernende
Leiter der überbetrieblichen Kurse (Luciano Poppi, Leo Golic, Herbert Kunz und Sükür Oezcan) und Lernende aus den verschiedenen Lehrjahren zeigten, was Carrossier/-innen Spenglerei und Lackiererei, Fahrzeugschlosser/-innen und Lackierassistent/-innen für Arbeiten ausführen.


Die Jugendlichen konnten am Lehrlingstag selber Hand anlegen – die Eltern konnten sich ebenfalls ein Bild machen. 

Gut ausgebildete Berufsleute sind gefragt
Dass der Berufsinspektor eher im Hintergrund steht, aber bei Schwierigkeiten mit der Lehre zur Stelle ist, wussten sicher nur wenige. Marcel Widmer (MBS Zürich), legte dar, dass mit der Genehmigung des Lehrvertrags die Aufgabe des Berufsinspektors keinesfalls abgeschlossen ist. Bei Konfliktsituationen sucht er mit den Betroffen nach Lösungen.

Das VSCI-Team mit dem Geschäftsführer Thomas Rentsch ging auf die nach der Grundausbildung möglichen Weiterbildungen ein, angefangen mit Kursbesuchen zu spezifischen Themen, über die modulare Berufsprüfung mit Freifächern bis zur Meisterprüfung. Rentsch wies auch auf die hohe Nachfrage nach gut ausgebildeten Berufsleuten hin.

Meisterlicher Ansporn
Vor Ort waren auch der Berufsweltmeister 2013 Carrossier Lackiererei, Pascal Lehmann, und der amtierende Schweizer Meister der Fahrzeugschlosser, Pascal Fürst. Für ihren Weg zum meisterlichen Handwerk mussten sie innerhalb des VSCI diverse Selektionsstufen durchlaufen. Der Inhalt ihrer Botschaft war die Motivation und der Wille, etwas zu erreichen. Beiden haben die Berufswettbewerbe fachlich und persönlich viel gebracht – sie waren eine Lebensschule.