Lernende touren drei Monate durch den Kanton Bern

6. September 2017 agvs-upsa.ch - Der neue Berufsauftritt des AGVS ist da - und bereits im Einsatz. Im Kanton Bern verkehren von September bis November Linien Busse mit dem neuen Sujet. 

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Starker Auftrtt: Ein Gelenkbus der Verkehrsbetriebe STI AG vor dem Bahnhof Thun.

sco. Die Berner Langsamkeit ist ein altes und mittlerweile abgedroschenes Klischee. Was die Werbung um Berufsnachwuchs im Autogewerbe betrifft, sind die Berner für einmal schneller als alle anderen: Seit dem 1. September sind in sieben Berner Verkehrsbetrieben Busse mit dem neuen Berufsauftritt und dem Slogan «Autoberufe haben Zukunft» unterwegs. Die Idee dahinter: «Viele Jugendliche nutzen den Bus als Verkehrsmittel. Unser Werbeträger ist mobil im Einsatz und kann sich so einer breiten Öffentlichkeit präsentieren; zudem haben wir mit unserem neuen Sujet einen frischen und modernen Auftritt», erklärt Barbara Germann von der AGVS Sektion Berner Oberland. Barbara Germann ist Vorsitzende der Arbeitsgruppe Berufswerbung im Kanton Bern und Mitglied der PR-Kommission AGVS Schweiz.
 
Auf top-frequentierten Strecken unterwegs
Die sieben «AGVS-Busse» sind auf den Streckennetzen der Verkehrsbetriebe in Aarberg, Bern, Biel, Burgdorf, Langenthal, Langnau und Thun für die berufliche Grundbildung im Autogewerbe unterwegs. «Unser Kanton stellt uns topographisch vor eine Herausforderung», fügt Barbara Germann an. «Dieser konnten wir aber mit dem Projekt gerecht werden. Zudem verkehren die Busse auf top-frequentierten Strecken.»
 
Breite Palette an Massnahmen
Für die Buswerbung haben sich die Sektion Bern sowie die Untergruppen Berner Oberland, Biel Seeland und Emmental/Oberaargau zusammengeschlossen: «Es ging darum, unsere Kräfte zu bündeln.» Die Buswerbung ist aber nur eines von mehreren Werbemitteln, die die Berner einsetzen. «Wir versuchen auf verschiedenen Ebenen zu arbeiten; beim Rocket Air präsentieren wir uns einem breiten Publikum in der Freizeit, am Kart Event wird versucht, den Jugendlichen - in Begleitung der Eltern - mit fundierten Informationen und Action einen Einblick in unsere Berufswelt zu gewähren. Selbstverständlich gehört auch die Knochenarbeit bei Schulen und Behörden dazu», führt Barbara Germann aus. Auch die klassische Werbung wie Kino und Plakate werden als Plattformen genutzt. «Wichtig ist, dass wir versuchen, uns in unseren Aktivitäten zu ergänzen, obwohl der Erfolg in der Werbung generell kaum messbar ist.»
 
Ein Dilemma, das jeder Werbetreibende kennt. Um es mit den Worten von Henry Ford auszudrücken: «Ich weiss, die Hälfte meiner Werbung ist hinausgeworfenes Geld. Ich weiss nur nicht, welche Hälfte.»